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Stadt Gießen

Ein Tropfen, der Bewegung bringen will "Anstoß Stiftung" fördert erneut zahlreiche Projekte - Im Jahr 1997 von Prof. Heinz Josef Varain ins Leben gerufen
Anstoß

Es kann losgehen: Mit strahlenden Gesichtern quittierten die Vertreterinnen und Vertreter der bedachten Projekte die ihnen überreichte Zuwendungsurkunde. Bild: Maywald

GIESSEN (fm). Ein Tropfen, der nach dem Aufprall auf der Wasseroberfläche immer neue Wellenkreise in Bewegung setzt, symbolisiert die Zielsetzung der 1997 von Prof. Heinz Josef Varain ins Leben gerufenen "Anstoß Stiftung". Seit der Gründung wurden aus den Erträgen des Stiftungskapitals von 1,07 Millionen Euro insgesamt 179 Projekte mit knapp 500000 Euro unterstützt. Dies betonte die Vorsitzende Ingeborg Lich-Gömmer am Samstag bei der in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal organisierten Übergabe der Zuwendungsurkunden. Den vom Vergabeausschuss ausgewählten 22 sozialen Projekten und Initiativen der Stadt und des Landkreises Gießen stellt die "Anstoß Stiftung" insgesamt 46136 Euro zur Verfügung.

Mit einer bescheidenen Anschubfinanzierung lasse sich unglaublich viel bewegen, betonte Ingeborg Lich-Gömmer vor Vertretern aus der Kommunal- und Landespolitik, den Repräsentanten der sozialen Initiativen sowie vor Mit-Stiftern, Sympathisanten und Freunden
.
"Damit tun Sie den Menschen in dieser Stadt und in dieser Region etwas Gutes", sagte Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann, der die Stiftung als "ein ideales Netzwerk" sozialer Projekte bezeichnete und sich von den neuesten Entwicklungen der Ausbildungswerkstatt für Holz- und Metallberufe in der Jugendwerkstatt e.V. sehr beeindruckt zeigte. Dank der von Varain aufgelegten Stiftung "mit jährlicher Ausschüttung" könnten die größten Härten der aktuellen Mangelverwaltung abgemildert werden.

"Meine Aufgabe wird es sein, für die Stiftung in den unterschiedlichen Gremien einzutreten, um sie noch bekannter zu machen", fasste die Sozialdezernentin des Kreises, Dietlinde Elies, ihre positiven Eindrücke von dem bereits Geleisteten zusammen. Die Stiftung fördere "die gelebte soziale Verantwortung von Bürgern und Bürgerinnen aus Stadt und Landkreis Gießen".
Ingeborg Lich-Gömmer erinnerte an die im vergangenen November n Hamburg erfolgte Übergabe einer Ehrenplakette an Prof. Heinz Josef Varain bei seinem 80. Geburtstag. "Das Ziel der Stiftung ist es, das Stiftungskapital in den nächsten neun Jahren zu verdreifachen".

Um die engagierten Menschen in Initiativen und Vereinen, die als Multiplikatoren vieles bewegen können, zu unterstützen, werde "Anstoß" zusammen mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, Kreisgruppe Gießen, eine Seminarreihe mit dem Titel "Sie entwerfen Ihren eigenen Imageflyer" anbieten. Eine Vorbesprechung findet am 22. Mai um 16 Uhr im Winchester Zimmer der Kongresshalle statt.

Nach ausführlichen Berichten über sechs von "Anstoß" geförderte Projekte führte der stellvertretende Vorsitzende, Sozialpfarrer Christoph Geist, die Gäste durch die Holz- und Metallwerkstatt und stellte ihnen den Neubau vor.

(c) Gießener Anzeiger vom 13.02.2006

“Selbstlose Förderung” verdient Anerkennung

Stiftung »Anstoß« übergab Zuwendungsbescheide
in Höhe von 44 875 Euro. Ehrenplakette für Gründer Prof. Varain.
Anstoß
Gießen (av). Die Verleihung der silbernen Ehrenplakette der Universitätsstadt am Freitag im Bistro des Möbelrecycling-Zentrums »Brauchbar« der Jugendwerkstatt am Alten Krofdorfer Weg war verbunden mit der Übergabe von Zuwendungsbescheiden an Vertreter/innen derjenigen Einrichtungen, die in diesem Jahr mit Geldern aus der »Anstoß«-Stiftung unterstützt werden. Deren Initiator und Gründer ist Prof. Heinz Josef Varain, dessen Verdienste die Stadt mit dieser Auszeichnung würdigte. Da Prof. Varain verhindert war, nahm in Vertretung die Stiftungs-Vorsitzende Ingeborg Lich-Gömmer Urkunde und Plakette aus den Händen von Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann in Empfang.
 
Die »Anstoß«-Stiftung für soziale Projekte und Initiativen in Stadt und Landkreis Gießen hat Prof. Varain im Juli 1997 mit einem Kapital von heute 1,07 Millionen Euro ins Leben gerufen. Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen in schwierigen sozialen Verhältnissen, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, Mädchen und Frauen, Migranten und Flüchtlingen. »Anstoß« lässt jährlich aus den Erträgen des Stiftungskapitals 16 bis 22 Einrichtungen dieser Art Hilfe zukommen. Somit wird die Fortsetzung von Projektarbeit ermöglicht.
 
»Diese selbstlose Förderung verdient unser aller Anerkennung und Respekt«, betonte OB Haumann bei der Verleihung der Ehrenplakette. Verbunden damit war das Angebot an »Anstoß«, sich auf der Internet-Seite der Stadt darstellen zu können. Lich-Gömmer und ihr Stellvertreter Christoph Geist vermittelten den Gästen Informationen zur Arbeit der Stiftung, bevor dann die diesjährigen Zuwendungen in Gesamthöhe von 44 875 Euro übergeben wurden. Bedacht wurden die Arbeitslosen-Initiative Gießen (für die offene Arbeit), das Berufshilfeobjekt »Mach Mal« der Awo Grünberg (Umbauarbeiten Winterwerkstatt), der Verein »Lernkiste« Gießen (»Xenos«-Gleichstellungprojekt), die Georg-Kerschensteiner-Schule Wettenberg (Schneewochen in Bayrischzell), die Gießener Fachstelle für Suchthilfe des Diakonischen Werkes (Wochenendprojekte für Frauen mit Kindern), die Gemeinwesenarbeit Leimenkauter Weg des Diakonischen Werkes (Aktionstag in der Gießener Weststadt), Wildwasser Gießen (Prävention gegen Gewalt in Kindertagesstätten), die Jugendwerkstatt Gießen (Anschaffung von Materialien), »Eltern helfen Eltern« Gießen (Weiterbildung zum Thema Missbrauch sowie Unterstützung zum Erwerb von Mobiliar), das »Holzwurm«-Jugendzentrum des CVJM Gießen (Zuschuss für ein Drei-Jahres-Projekt), die Gießener »Aktion Junge Menschen in Not« (Sommerwoche für alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern), die Produktionsschule Gießen (Zuschuss für neue Geräte), die Kursbegleiterinnen des Deutsch- und Alphabetisierungskurses für ausländische Frauen in Buseck (Sprachkurs) und der Verein zur Förderung behinderter Kinder in Lich-Langsdorf (Kletterwand).
 
Die Vorstellung verschiedener Projekte, ein Auftritt der Tanzgruppe der Anna-Freud-Schule Lich und ein Rundgang durch das Haus bereicherten Programm.
 
In Vertretung von Prof. Varain nimmt die Vorsitzende Ingeborg Lich-Gömmer die Silberne Ehrenplakette der Stadt aus den Händen von OB Haumann in Empfang. Rechts die Vertreter/innen der mit Fördermitteln bedachten Einrichtungen.
(Fotos: av)
 
(c) Textarchiv Giessener Allgemeine Zeitung

"Die Stiftung Anstoß rettet Lebensperspektiven"

Silberne Ehrenplakette für Initiator Varain - Verdreifachung
des Kapitals geplant Gießener Anzeiger 28. Februar 2005
Anstoß Empfänger
GIESSEN (svj). "Die Stiftung Anstoß rettet Lebensperspektiven", betonte Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann, bevor er die silberne Ehrenplakette der Stadt Gießen für den Politikwissenschaftler und Stiftungsgründer Professor Heinz Josef Varain überreichte. Die Ehrung fand im Bistro des Kaufhauses "brauchbar" der Gießener Jugendwerkstatt statt, wo sich rund 60 Sozialexperten samt Politikprominenz zur Veranstaltung der Anstoß-Stiftung eingefunden hatten. Die Stiftungsvorsitzende Ingeborg Lich-Gömmer nahm Ehrungsurkunde, Anstecknadel und die anerkennenden Worte stellvertretend für Varain entgegen, der aus gesundheitlichen Gründen nicht hatte kommen können.
 
1997 hatte Varain die Anstoß-Stiftung mit einem Kapital von heute 1,07 Millionen Euro ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Lebensqualität sozial benachteiligter Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, sowie Migranten und Flüchtlinge zu verbessern. Auch im gewaltpräventiven Bereich fördert die Stiftung Projekte in Stadt und Landkreis Gießen. Für Mädchen und Frauen in Gewaltsituationen hatte Varain zwei Jahre später 135 000 Euro und 2005 weitere 100 000 Euro für die Gesamtstiftung eingelegt. "Diese selbstlose Förderung verdient unser aller Anerkennung und Respekt", betonte Haumann und lobte auch das ehrenamtlich Engagement der Stiftungsvorstände, Beiräte und der Mitglieder des Vergabeausschuss. 212 Projekte von 102 Initiativen konnten bislang mit einer Summe von 429 078 Euro gefördert werden. "Was hat eine Drehmaschine mit Anstoß zu tun?", so die rhetorische Frage von Lich-Gömmer bei ihrem Vortrag. Und dann schilderte sie den Fall von Jury M., der auf die schiefe Bahn geraten war und sich trotz mehrfacher Intervention nicht langfristig stabilisieren konnte - bis zu seiner Ausbildung in der Jugendwerkstatt, bei der besagte Drehmaschine eine große Rolle spielte.
 
Auch in diesem Jahr werden nun 15 Projekte mit einer Summe von rund 45 000 Euro gefördert. Eines davon ist "Sicher in die Welt", für Gewaltprävention in Kindergärten durch die Fachfrauen von Wildwasser Gießen, ein anderes Projekt der Alphabetisierungskurs für ausländische Frauen in Buseck. In Lich-Langsdorf wird es demnächst eine Kletterwand für Kinder mit Behinderungen geben und die Arbeitsloseninitiative wird ihre offenen Angebote wieder eine Zeitlang aufrecht erhalten können. Doch nicht nur Geld, auch Rat habe die Anstoß-Stiftung zu bieten. Die Mitglieder des Vergabeausschuss stellen grundsätzlich Kontakte zu den Antragstellern her und beraten über Machbarkeit sowie "alternativ- oder Komplementär-Finanzierung oder Kooperationsmöglichkeiten zwischen verschiedenen Trägern", erklärte der stellvertretende Anstoß-Vorsitzende Christoph Geist. So wurde beispielsweise die Kletterwand im Wilhelm-Liebknecht-Haus von der Jugendwerkstatt gebaut und war somit vergleichsweise leichter zu finanzieren. In den nächsten zehn Jahren möchte die Anstoß-Stiftung das Stiftungskapital verdreifach, aber auch mit kleinen Summen - die beispielsweise auf Feierlichkeiten mit einer von der Jugendwerkstatt gebauten "Spendenröhre" gesammelt werden können. "Es geht hier um Nachbarschaftshilfe und ein Stück ausgleichende Gerechtigkeit" sagte Lich-Gömmer.
 
www.anstoss-giessen.de

"Wir wollen jährlich mehr Gelder ausschütten"

Stiftung Anstoß hatte in Wilhelm-Liebknecht-Haus eingeladen
– Projekte stellten sich vor – Über 330 000 Euro ausgeschüttet

 
GIESSEN (mab).
Während Redner versuchten, sich mittels ihrer Stimme mehr oder weniger erfolgreich Gehör zu verschaffen, kletterten hinter diesen unbefangen Kinder an mehreren Stockwerken hohen Kletterwänden. Sie wurden von unten stehenden Betreuern per Sicherheitsseil gesichert. Die geschickten Kraxler zeigten vielleicht am eindruckvollsten, wohin die Gelder der Stiftung Anstoß für soziale Projekte und Initiativen in Stadt und Landkreis Gießen unter anderem gehen. Und das war auch der Sinn der Veranstaltung im Gießener Wilhelm-Liebknecht-Haus des Diakonischen Werkes Gießen. Die Vorsitzende der Stiftung, Ingeborg Lich-Gömmer, brachte es auf den Punkt: „Wir wollen jährlich mehr Gelder ausschütten", sagte Lich-Gömmer zu ihrem Publikum. Zustifter ab 500 Euro werden gesucht. „Wir bitten um ihre finanzielle Unterstützung." Anlässlich der Infoveranstaltung mit anschließendem Imbiss gab die Vorsitzende außerdem einen Überblick über das bereits Geleistete. Demnach wurden seit der Gründung vor sechs Jahren insgesamt 331193 Euro ausbezahlt und für 118 Projekte ein Vergabeausschuss bewilligt. Zu den unterstützten Projekten gehören unter anderem die Gießener Martin-Buber-Schule für praktisch Bildbare mit einer Abteilung für Körperbehinderte, die „GWS", die Gesellschaft für soziales Wohnen, „Donum vitae", „Wildwasser" Gießen und viele mehr.
Die Erträge kommen laut Lich-Gömmer zu 100 Prozent den Projekten zugute:
Fünf Prozent dienen dabei der Aufstockung des Kapitals, welches über festverzinsliche Werte, Beteiligungen und Investment Fonds wiederum Erträge erwirtschaftet.
Das Ergebnis der Arbeit lobten denn auch im Rahmen einer kleinen Moderation mit ihren Grußworten der Leiter des städtischen Jugendamtes, Andreas Prinz, Sozialdezernentin Dietlinde Elies, Gabriele Mangold vom Paritätischen Wohlfahrtsverband und die Leiterin des Wilhelm-Liebknechts-Hauses, Ute Kroll-Naujoks. Doch für die Gäste gab es noch mehr zu erleben. Das, seinerzeit mit dem hessischen Theaterpreis ausgezeichnete, Schwarzlichttheater der Georg-Kerschensteiner-Schule, mit aus Stiftungsgeldern finanzierter Blackbox und sphärischer Musik, erfreute die Besucher. Anschließend gab es eine kleine Stärkung in der nahe gelegenen Jugendwerkstatt mit von Jugendlichen der Einrichtung selbst bereitetem Imbiss. Auf Stellwänden konnten sich die Besucher umfassend informieren. Nur einer fehlte am Abend, der Gründer der Stiftung Anstoß, Professor Heinz Josef Varain. Dieser war erkrankt und musste, ganz entgegen seines in mehreren Schreiben und Reden zitierten Goethe-Mottos, „Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich", offenbar etwas für sich und seine Gesundheit tun. Mit ihrem Schwarzlichttheater hatten die Schüler der Georg-Kerschensteiner-Schule Erfolg bei ihren Gästen. Mit Laternen leuchteten Kinder den Erwachsenen den Weg zum Imbiss in der Jugendwerkstatt.
Bilder: Bender

In Gemeinschaftsaktion Bürgerzentrum renovieren

Außenbereich des Wilhelm-Liebknecht-Hauses wird erneuert – 1350 Euro von Stiftung Anstoß Zustifter gesucht
 
GIESSEN (svj).
Eine Gemeinschaftsaktion soll es werden. „Denn nur dann hat eine solche Aktion Erfolg", sagt Andreas Schmidt von der Gemeinwesen- arbeit des Diakonischen Werks im Leimenkauter Weg. Gemeint sind die Bau- und Renovierungsarbeiten rund um das Bürgerzentrum Wilhelm-Liebknecht-Haus in der Gießener Weststadt: „Alle, die hier leben, sollen einbezogen werden, von Kindergärten über Schulen, Vereine und die Nachbarschaft. Platz zum Toben und Grillen, zum Sitzen und Unterhalten soll es geben. Los gehen wird es noch vor den Sommerferien: Mit 1350 Euro kommt der finanzielle Anstoß für dieses Projekt von der 1997 durch den Politikwissenschaftler Professor Heinz Josef Varain gegründeten Anstoß-Stiftung. Die Stiftung hilft sozialen Projekten in Stadt und Kreis Gießen. „Meist sind es nur kleine Beträge, die aber zeigen oft große Wirkung", erläuterte die Vorsitzende der Stiftung, Ingeborg Lich-Gömmer. Allein in diesem Jahr unterstütze die Stiftung 27 Projekte mit insgesamt 53 000 Euro.
 
Lich-Gömmer, Unternehmensgründerin und seit vielen Jahren in der kommunalen eltern- und frauenpolitischen Arbeit tätig; betonte, dass die Stiftung es nicht leisten könne und wolle, „aufzufangen, was durch die derzeitige Sparpolitik im sozialen Bereich an Löcher gerissen wird". So werden nach der Stiftungssatzung beispielsweise keine laufenden Personalkosten finanziert. Lich-Gömmer: „Anstoß heißt anstoßen, damit etwas ins Rollen kommt." So geschehen beispielsweise bei der Kletterwand im Wilhelm-Liebknecht-Haus, die auch von anderen Jugendgruppen aus Stadt und Kreis genutzt werde. „Da bauen sich Vorurteile, mit denen manche hier in der Weststadt ankommen, durch die gemeinsame Aktivität schnell ab", bekräftigte Schmidt.
 
Als wegweisend versteht auch Beirats- und Vergabeausschussmitglied Holger Claes, Leiter des Diakonischen Werks Gießen, die Arbeit der Stiftung. Der Fachbeirat bekommt anhand der, geförderten Projekte einen Einblick in di Entwicklung sozialer Projekte in Gießen. Mit der Förderauswahl, aber auch durch die Beratung von antragsstellenden Trägern, sei es zudem möglich, gestaltend einzuwirken: Vorstandsfrau, Hildegard Schäfer, 5prachheilpädagogin und Langjährige Mitarbeiterin und Projektinitiatorin beim Sozialdienst Katholischer Frauen, berichtet, dass auch der Aufbau des Telefonnetzes der „Aktion Moses“ für Mütter in Notsituationen, nur durch die Anstoß-Stiftung möglich geworden sei. 25 Frauen seine durch die Stiftungsgelder zu themenspezifischen Beraterinnen ausgebildet worden, die nun ehrenamtlich für die Aktion arbeiteten. Um weiterhin und zukünftig mehr soziale Projekte „anstoßen“ zu können, suche die Stiftung weitere Zustifter.
 
Lich-Gömmer: „Schon ab 500 Euro können interessierte Menschen helfen, die Lebensqualität für ihre Mitbürger, gerade für Kinder und Jugendlichen in schwierigen sozialen Verhältnissen, anhaltend zu verbessern. „Durch die Gemeinnützigkeit der Stiftung werden Spenden oder Zustiftungen bei der Steuer berücksichtigt, so dass jeder für einen Teil seiner Abgaben sein „eigener Finanzminister“ sei und über deren Einsatz bestimme, im Sinne und Ausdruck einer bewussten Bürger-Gesellschaft.
 
Weitere Infos im internet: www.anstoss-giessen.de
 
Ingeborg Lich-Gömmer, Holger Claes, Hildegard Schäfer und Andreas Schmidt stellen die Gemeinschaftsaktion zur Renovierung des Wilhelm-Liebknecht-Hauses vor, die mit Geld von der Stiftung Anstoß mitfinanziert wird.
Bild: v. Jan

In Gemeinschaftsaktion Bürgerzentrum renovieren

Stiftung „Anstoß" spendet 2300 Euro – Anlage angeschafft
 
KROFDORF-GLEIBERG (mo).
Das war eine willkommene Hilfe für die Musik AG der Georg-Kerschensteiner-Schule in Krofdorf-Gleiberg. Für eine Spende von 2300 Euro von „Anstoß", einer Stiftung für soziale Projekte und Initiativen in Stadt und Landkreis Gießen, konnte Musiklehrer Martin Gaßman einen Power-Mixer und zwei Boxen samt Zubehör anschaffen. Die Musik AG stellte der Vorsitzenden von „Anstoß", Ingeborg .Lich-Gömmer, die neuen Geräte vor. Schulleiter Rolf Bayer, seine Stellvertreterin Monika Morawietz und die Schüler bedankten sich herzlich für die Spende. Aus dem Stiftungskapital flossen vorher schon einmal 2000 Euro an die Schule, die die Summe dringend für die „Schneewoche" benötigte. Die Stiftung „Anstoß" wurde 1997 von Prof. Dr. Heinz Josef Varain ins Leben gerufen. Seitdem fließen jährlich 53000 Euro an Einrichtungen: Die Musik AG der Georg-Kerschensteiner-Schule freute sich überverbesserte Ausstattung ihrer Anlage.
Bild: Moos

Private Sozial-Initiativen werden wichtiger

Stiftung Anstoß stellte in diesem Jahr geförderte Initiativen vor – Viel Lob für Konzept – Weitere Spender gesucht
 
Gießen (elo).
»Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich« - dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe hatte Prof. Heinz Josef Varain einst als seinen eigenen Leitspruch übernommen. 1997 setzte der Politikwis­senschaftler, der mehr als 20 Jahre an der Justus-Liebig-Universität tätig war, sein Lebensmotto in die Tat um und gründete mit einem Eigenkapi­tal von 1,07 Millionen Euro die Stiftung »Anstoß«. Vor allem Kindern und Jugendlichen in schwierigen sozialen Verhältnissen sollte damit geholfen werden. Gesagt, getan. Seitdem wurden 118 Projekte realisiert und jähr­lich durchschnittlich 47 000 Euro bewilligt. Was in diesem Jahr gutes mit dem Geld geschehen ist, erfuhren zahlreiche Gäste am Donnerstagabend bei einer Festveranstaltung ins Wilhelm-Liebknecht-Haus im Leimenkauter Weg.
 
Unter den zahlreichen Gästen befanden sich auch Vertreter der Jugendämter von Stadt und Landkreis sowie verschiedener Wohlfahrtsverbände. Prof. Varain, der mitt­lerweile in Hamburg lebt, hatte seine Teil­nahme zum Bedauern aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen.
 
Die Besucher erleb­ten eine Aufführung des von Schülerinnen und Schülern der Georg-Kerschensteiner Schule mit Schwarz­lichttheater, das vor einiger Zeit mit dem hessischen Theaterpreis ausgezeichnet worden ist. Bestaunt werden konnte im Ju­gendzentrum die erst vor kurzem installierte Kletterwand, die sich bereits großer Beliebtheit erfreut. Nach einem von Kindern mit Laternen beglei­tenden Marsch zur Ju­gendwerkstatt gab es für die Gäste einen von Jugendlichen zu­ bereiteten Imbiss. Gleichzeitig konnte man sich dort auf Plakaten über Projekte informieren, darunter Initiativen von Vereinen wie Eltern hel­fen Eltern, Donum Vitae oder Wildwasser. »Anstoß«-Vorsitzende Ingeborg Lich-Gömmer betonte in ihrer Begrüßung, dass die Spenden­gelder zu 100 Prozent den Kindern und Jugend­lichen zu Gute kämen und der Vorstand ehrenamtlich arbeite. Da die Liste privater Spender bislang noch nicht sehr lang sei, hoffte sie, mit ei­nem größeren Bekanntheitsgrad der Stiftung zusätzliche Gönner gewinnen zu können.
 
»Angesichts derzeitig leerer Kassen sind Stiftungen wie Ihre, die Projekte ermöglichen und anstoßen, überaus wichtig«,, , sagte Andreas Prinz. Der Leiter des Stadtjugendamts zeigte sich beeindruckt von dem, was »Anstoß« in den sechs Jahren auf die Beine gestellt hat. Die Stadt Gießen sei deshalb allen Spendern, die sich in den Dienst gemeinschaftlicher Aktionen stell­ten, sehr dankbar.
 
Dietlinde Elies, Sozialdezernentin des Land­kreises, forderte ein stärkeres Zusammenrücken von sozialen Trägern und privaten Initiativen. Noch habe man in Stadt und Landkreis eine gute Sozialstruktur, doch werde ehrenamtliches En­gagement zunehmend wichtiger. »Nur gemein­sam können wir es schaffen.«
 
Gabriele Mangold vom Paritätischen Wohl­fahrtsverband sah den großen Vorteil einer Stiftung darin, dass Projekte unbürokratisch und somit wesentlich schneller in die Tat umgesetzt werden können. »Die Maßnahmen, die hier an­geboten werden, sind sehr wirkungsvoll und zie­len darauf, die Menschen selbst zu stärken«, stellte sie »Anstoß« ein gutes Zeugnis aus. Die zukünftige Aufgabe der Sozialarbeit sei es, in­novative Projekte auf den Weg zu bringen. Ute Kroll-Naujoks, Leiterin des Wilhelm-Lieb­knecht-Hauses, konnte ankündigen: »Im kom­menden Jahr wird es wieder ein Stadtteilfest ge­ben.« Wie die Arbeit im Gemeinwesenzentrum solle auch dieses dazu dienen, die im Stadtteil lebenden verschiedenen Kulturen einander näherzubringen und Toleranz zu fördern.
 
Was in der Region dank der Stiftung von Prof. Varain geschieht, konnten die Gäste der Informationsveranstaltung bei einer Plakatpräsentation erfahren.
(Foto: elo)
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